Am Montag wurden unsere Gruppen zusammengelegt, also die Moosis waren gleich morgens bei uns und nach der Brotzeit sind auch noch die Minis dazugestoßen. Das hört sich jetzt mächtig an, war aber gar nicht so. Es waren nämlich einige Kinder krank und ein paar der Erwachsenen ebenso. Auf jeden Fall sind wir alle gemeinsam in den Fichtenwald spaziert, um dort zu spielen und den kalten Wintertag zu genießen. Dieser Winter ist ja zum Glück mal wieder ein richtiger, mit Schnee, Kälte und Eis und wie es aussieht, hat uns Väterchen Frost noch eine ganze Weile fest im Griff.
Auch am Dienstag waren wir zusammen und welch ein Glück – es hat geschneit!!! Sofort haben wir begonnen Schneemänner zu bauen und Schlitten und Poporutscher zu fahren und sogar mit einem Iglu haben wir angefangen! Aber dann, oh nein!!! Es ist ziemlich warm geworden und die Sonne hat mit ihren Strahlen den Schnee gekitzelt, für so einen Schneemann war das dann höchste Zeit sich zu verabschieden und so ist unser Schneeglück Stück für Stück wieder zerronnen…. Schade! Aber wir wären keine Waldkinder, wenn wir uns dies allzu sehr zu Herzen nehmen würden, wir haben einfach einen Schwenk gemacht und mit der Schneematsche gekocht und gespielt.

Den Mittwoch haben wir wie immer zum Freispiel genutzt. Nachts ist es ja nach wie vor eiskalt und so gefriert alles, was am Tag zuvor ein bisschen angetaut ist, wieder fest. Die Erwachsenen eiern über die Wege und den Platz wie große Pinguine. Wir sind da nicht so empfindlich, wir sausen über die vereisten Flächen und lachen uns kaputt, wenn´s uns zerlegt, da stehen wir einfach wieder auf und flitzen weiter – eine Riesengaudi!!
Juhuuu!! Am Donnerstag hat es nochmal geschneit, in diesem Jahr gibt´s echt nix zu meckern! Im Morgenkreis haben wir unser Schneeflockenlied gesungen, haben ein Iglu gebaut und danach ging es kurz in den Bauwagen, um uns im Warmen mit unserer Brotzeit zu stärken, bevor wir zum JUZ aufgebrochen sind, wo wir uns mit den Moosis zum Schlittenfahren und Riesenschneekugeln rollen getroffen haben.


Am Freitagmorgen haben einige von uns ja erst mal ein bisschen gemeckert, als die Erwachsenen gegongt haben, damit wir uns zu einem Spaziergang treffen. Die Moosis waren bei uns und da wollten wir eigentlich auch ganz gern mit ihnen am Platz spielen. Aber manchmal sind die Erwachsenen echt stur und so kam dann auch irgendwann der Letzte zum Kreis getappt… Über vereiste Wege und halbgefrorene Pfützen ging es in den Fichtenwald und als wir fast am Zahlenwald angelangt waren, ist der John plötzlich stehengeblieben und hat ganz große Augen gemacht: da hat sich was bewegt! Man konnte ein wenig grün und rot sehen und ganz leise eine Stimme hören… Wie die scheuen Rehlein sind alle Kinder näher gekommen… Und dann konnten wir sie alle gut sehen: Pimpernella Pumpelsack ist aus ihrem Reich zu uns in den Wald gekommen! Zunächst war sie schon ein bissl schüchtern, aber dann hat sie uns zu einer Geschichte eingeladen, da ging es um Hugo den Berg…. Aber die ganze Geschichte könnt ihr euch von jedem Waldzwergerl, das da war, erzählen lassen. Da haben nämlich alle wie gebannt zugehört und gestaunt und auch viel gelacht. Die Pimpernella kann ja so wunderbar und lustig erzählen! Später hat sich jedes Kind einen Stein gesucht und Pimpernella hat gelauscht, was ihr der Stein über das Kind erzählt. Ein kleiner Schatz für jedes Kind. Ja und dann hatten natürlich alle mächtigen Hunger und Pimpernella hat in ihrem großen Korb gekramt und nachgesehen, was ihr die Zwerge eingepackt haben. Da gab es Brot und Aufstriche für alle, das war sehr lecker und das Beste war: wir mussten schmatzen und sollten am Schluss einen süßen Bart um den Mund herum haben! Als alle satt waren, haben wir mit Pimpernellas Mundharmonika als Begleitung den Popotanz getanzt und dann hat sich jedes Kind und jeder Erwachsener noch einen Baum ausgesucht, hat mit ihm gesprochen, oder umarmt, oder sich einfach nur vertrauensvoll angelehnt. Pimpernella hat uns zum Schluss noch ein Baumbuch vorgelesen, also eigentlich hat die schüchterne Lilli erzählt (nein, das ist nicht unsere Lili, die heißt bloß genauso), die beim Erzählen immer einschläft und von uns Kindern geweckt werden muss. Natürlich gäbe es noch viel mehr von diesem aufregenden Vormittag zu erzählen, aber wir Waldzwergerl haben uns alles gut gemerkt, ihr müsst uns nur fragen! Glücklich und auch ein wenig verzaubert haben sich am Ende alle verabschiedet und jedes Kind bekam noch ein kleines Geschenk von Pimpernella mit auf den Weg … es war höchste Zeit… Pimpernella konnte uns immer schlechter erkennen…das ist immer so, wenn sie sich von der Menschenwelt verabschieden muss….
Danke für diesen zauberhaften Besuch, liebe Pimpernella!
Ach ja, noch was: die kleinen Meckerer, die am Anfang gar nicht mitkommen wollten, waren am Ende heilfroh, dass sie sich überreden ließen…zu schade, wenn man Pimpernella nicht wenigstens einmal im Leben begegnet ist…





